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Thematische Synthese TS3: Eine Bodenagenda für die Raumplanung

 

Die thematische Synthese zeigt den Handlungsspielraum der Raumentwicklung auf für einen quantitativen und qualitativen Bodenschutz. Sie eröffnet Möglichkeiten, wie Boden als natürliche Ressource im Kontext nachhaltiger Raumplanung berücksichtigt werden kann.

Hintergrund (abgeschlossenes Forschungsprojekt)

Funktionierende Böden unterstützen die Bereitstellung von Ökosystemleistungen, die für das menschliche Wohlbefinden wesentlich sind. Böden sind als wertvolle natürliche Ressource zwar weitgehend anerkannt, dennoch sind sie stetig und in zunehmendem Mass unter Druck. Die Raumplanung interessiert sich in erster Linie nur für die Frage der Landnutzung und lässt die Ressource Boden in Raum (Qualität) und Zeit (nachfolgende Generationen) weitgehend unberücksichtigt. Landnutzungsentscheide werden von diversen Akteuren auf regionaler und lokaler Ebene getroffen. Die Bodenfunktionen fliessen dabei nur selten in die Interessenabwägung ein.

Ziel

Ziel ist es, die Erkenntnisse des NFP 68 zu bündeln, die die Raumplanung betreffen und die innovative Herangehensweisen zur Steuerung einer nachhaltigen Nutzung der Ressource Boden vorschlagen. In Zusammenarbeit mit Praxisakteuren werden Empfehlungen erarbeitet, um eine nachhaltige Raumentwicklung unter Berücksichtigung der qualitativen und quantitativen Dimensionen der Ressource Boden sicherzustellen.

Bedeutung

Um künftigen Generationen einen ihren eigenen Bedürfnissen entsprechenden Entscheidungsspielraum für die Nutzung von Böden zu ermöglichen, muss der Boden als wertvolle Ressource berücksichtigt werden. Dazu müssen Landnutzungsentscheide auf der Basis der Bodenqualitäten getroffen werden. Diese thematische Synthese zeigt auf, wie diese Bemühungen koordiniert und die Überlegungen heterogener Akteure mit unterschiedlichen Ansprüchen an eine nachhaltige Raumentwicklung berücksichtigt werden können.

Ergebnisse

Besonders im Schweizer Mittelland ist der Boden starkem Nutzungsdruck ausgesetzt, wobei vor allem das landwirtschaftliche Kulturland leidet. Die thematische Synthese präsentiert Konzepte und Strategien, wie die Ressource Boden und ihre Funktionen und Ökosystemleistungen langfristig gesichert werden können.

Projektleitung

  • Prof. Adrienne Grêt-Regamey, ETH Zürich
  • Lukas Bühlmann, Direktor Schweizerische Vereinigung für Landesplanung VLP-ASPAN

 

 

Weitere Informationen zu diesem Inhalt

 Kontakt

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Prof. Adrienne Grêt-Regamey Institut für Raum- und Landschaftsentwicklung
ETH Zürich
Wolfgang-Pauli-Strasse 15 8093 Zürich +41 44 633 46 88 gret@nsl.ethz.ch